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Prävention in repressiven Zeiten - Internationaler Kongress
Der Kongress am 8./9. März behandelt die Rolle der Präventionsarbeit in einer von Kontroll- und Sicherheitsdenken geprägten Gesellschaft.
Einschreibungen bis 15.02.2012.
Sicherheit ist eines der zentralen Themen unserer Gesellschaft. Das natürliche Bedürfnis danach scheint sich aber immer mehr in einen "Sicherheitswahn" zu verwandeln. Dieser wird genährt vom Gefühl eines ständigen Bedrohungszustandes in vielen gesellschaftlichen Lebensbereichen: Komatrinker, Vandalismus und Gewaltexzesse, Extremismus, Erziehungsnotstände.
Die Angst der Menschen wird genutzt, um ständig neue Verbote und Kontrollen zu legitimieren, die dazu dienen sollen, die Gesellschaft sicherer zu machen. Dass manche Ängste unbegründet oder nur von kurzer Dauer sind, wird nicht mit berücksichtigt. Die Tatsache, dass oft Hilfestellungen zu einer »Entängstigung« der Gesellschaft angesagt wären und dass vielmehr die Vermittlung von Kompetenzen, Hoffnung und Zuversicht notwendig wären, wird von einem aktuell laufenden Diskurs nicht anerkannt. Angst wird so zum Leit(d)gefühl unserer Gesellschaft.
Der Kongress wird vom Forum Prävention in Zusammenarbeit mit dem Ressort für Gesundheit- und Sozialwesen, der Freien Universität Bozen, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, dem Gruppo Abele (Turin), Itaca (Rom), Promeco (Ferrara), der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Suchtvorbeugung und dem Niederländischen Trimbos Institut organisiert. Bozen wird somit wieder einmal der Ort des Zusammenkommens und des Austausches verschiedener europäischer Erfahrungen und Denkmuster.
Erwartet werden Referent/inn/en aus dem In- und Ausland. Unter ihnen befinden sich bekannte Namen wie der Theologe Eugen Drewermann, die Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil, die Suchtforscher Ambros Uchtenhagen und Alfred Uhl, der Vorsitzende von „Magistratura Democratica“ Livio Pepino und Leopoldo Grosso, Vizepräsident vom Gruppo Abele und Mitglied des Nationalen Drogenrates.
Die Teilnehmer/innen erhalten in Referaten und Workshops die Möglichkeit zu einer inhaltlichen, fundierten Auseinandersetzung und können ihr Wissen über ein komplexes Themenfeld erhöhen,
Anmeldungen sind ab sofort über die Webseite http://www.forum-p.it/de/home/ möglich.
Informationen:
Dr. Peter Koler, Direktor des Forum Prävention,
Talfergasse 4, Bozen -
Tel. 0471 324 801