EU-Beihilfenrecht

Vor dem Hintergrund eines freien Wettbewerbs im Binnenmarkt, und insbesondere der Öffnung der öffentlichen Dienste für den Wettbewerb, nutzen die Mitgliedstaaten manchmal öffentliche Mittel, um bestimmte Wirtschaftszweige zu fördern oder nationale Industrien zu schützen. Diese staatlichen Beihilfen begünstigen bestimmte Unternehmen gegenüber ihren Mitbewerbern und können den Wettbewerb verzerren.

Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union untersagt im Artikel 107, Absatz 1 staatliche Beihilfen. Ausnahmeregelungen ermöglichen jedoch Beihilfen zur Verwirklichung von Zielen von gemeinsamem Interesse, zum Beispiel für Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse, wenn sie den Wettbewerb nicht in einem Maß verfälschen, das dem allgemeinen Interesse zuwiderläuft.

Im Sinne von Artikel 107, Absatz 3 AEUV kann die Kommission auch mittels so genannter Gruppenfreistellungsverordnungen erklären, dass bestimmte Gruppen von Beihilfen („horizontale Beihilfen“) mit dem Gemeinsamen Markt zu vereinbaren sind und nicht der Anmeldungsverpflichtung nach Artikel 108, Absatz 3 AEUV unterliegen.

Die Kontrolle der staatlichen Beihilfen durch die Europäische Kommission besteht darin, das Gleichgewicht zwischen den positiven und den negativen Auswirkungen der Beihilfen zu beurteilen. Zunächst muss die Kommission folgende Fragen untersuchen:

  • Haben staatliche Behörden eine Beihilfe gewährt, z.B. in Form von Zuschüssen, Zinsvergünstigungen oder Steuerbefreiungen, Bürgschaften, staatlichen Beteiligungen an Unternehmen, der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen zu Vorzugsbedingungen usw.?
  • Könnte die Beihilfe den zwischenstaatlichen Handel in der EU beeinträchtigen? (Bei staatlichen Beihilfen unter 200.000.- Euro in einem Zeitraum von drei Jahren – den so genannten „De-minimis-Beihilfen“ – wird angenommen, dass diese den EU-Handel nicht beeinflussen.)
  • Handelt es sich um eine selektive Beihilfe? Begünstigt die Beihilfe also bestimmte Unternehmen bzw. Wirtschaftszweige oder Unternehmen in bestimmten Regionen? Allgemeine steuerliche Maßnahmen oder arbeitsrechtliche Vorschriften sind beispielsweise nicht selektiv, da sie für alle gelten.
  • Gab es aufgrund der Beihilfe Wettbewerbsverzerrungen oder sind diese zu erwarten?

Falls ja, muss die Kommission die Beihilfe untersagen – es sei denn, es kann nachgewiesen werden, dass sie mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar ist.

Die EU-Regierungen müssen die Europäische Kommission grundsätzlich vor der Vergabe geplanter Subventionen und anderer Beihilfen von ihrem Vorhaben unterrichten („Notifizierung“). Die Kommission genehmigt rund 85 % aller gemeldeten Beihilfen bereits nach einer ersten Prüfung. Wird in strittigen Fällen ein förmliches Prüfverfahren erforderlich, wird dies im Amtsblatt der EU sowie im online verfügbaren Register staatlicher Beihilfen (Externer Link) der Kommission angekündigt. Dies gibt interessierten Dritten die Gelegenheit, sich zu dem Fall zu äußern. Die Kommission bezieht daraufhin sämtliche Aspekte in ihr abschließendes Urteil ein.

Die Kommission untersucht außerdem Beihilfen, die nicht offiziell gemeldet wurden (so genannte rechtswidrige Beihilfen) und auf die sie durch eigene Untersuchungen, Beschwerden von Unternehmen oder Privatpersonen oder durch Medienberichte aufmerksam geworden ist. Wird festgestellt, dass eine staatliche Beihilfe die EU-Vorschriften und den Grundsatz des lauteren Wettbewerbs verletzt, weist die Kommission die Behörden an, die Zahlung einzustellen und alle bereits gezahlten Beträge zurückzufordern („Durchführungsverbot“).

Die Mitgliedstaaten unterbreiten der Kommission spätestens am 30. Juni jedes Jahres Jahresberichte über alle bestehenden Beihilferegelungen, für die keine besonderen Berichterstattungspflichten aufgrund einer mit Bedingungen und Auflagen verbundenen Positiventscheidung auferlegt wurden. Diese Jahresberichte werden auf der Grundlage des Standardberichtsformulars der Verordnung (EG) Nr. 794/2004 der Kommission zusammengestellt. Die Eingabe und Übermittlung der Daten erfolgt über das interaktive Instrument SARI („State Aid Reporting Interactive“). Die Kommission veröffentlicht jedes Jahr einen Beihilfenanzeiger, der eine Zusammenfassung der im Vorjahr in den Jahresberichten übermittelten Auskünfte enthält.

Laut Landesgesetz vom 23. April 1992, Nr. 10, in geltender Fassung, obliegt die Notifizierung der Beihilferegelungen der Autonomen Provinz Bozen an die Europäische Union der Abteilung 39 – Europa. Diese Abteilung steht den verschiedenen Fachabteilungen, die eine neue Beihilferegelung einführen oder eine bestehende abändern wollen, beratend zur Seite, führt die formelle Notifizierung auf Antrag der jeweiligen Fachabteilung durch und begleitet den weiteren Werdegang des Verfahrens.

Die Mitarbeiter der Abteilung Europa der Autonomen Provinz Bozen haben einen Leitfaden zum Beihilfenrecht ausgearbeitet und publiziert.

Auf diesem Wege möchte die Südtiroler Landesverwaltung ein Instrument zur Verfügung stellen, welches von Mitarbeitern in den öffentlichen Verwaltungen und in Unternehmen gleichermaßen genutzt werden kann, damit ein Mehrwert für die Wirtschaft und die Gesellschaft in Südtirol und darüber hinaus geschaffen werden kann.

Rechtliche Bezugsnorm: Art. 9 VO (EU) Nr. 651/2014 und Art. 9 VO (EU) Nr. 702/2014.

SA.39955 - Criteri e modalità per la concessione di aiuti per l'organizzazione e l'esecuzione del servizio pubblico di raccolta delle carcasse animali.

SA.39956 - Criteri e modalità relativi agli aiuti a favore delle imprese di trasformazione e di commercializzazione di prodotti agricoli.

SA.40007 - Criteri e modalità riguardanti gli aiuti per la lotta alle fitopatie.

SA.40281 - Criteri e modalità per agevolare gli investimenti nelle imprese agricole.

SA.41039 - Criteri per la consessione di aiuti per l'adesione dei produttori dei prodotti agricoli ai regimi di qualità.

SA.41144 - Criteri per la concessione di aiuti per agevolare il trasferimento di conoscenze ed azioni di informazioni nonchè per servizi di consulenza e di sostituzione nelle aziende agricole.

SA.41363 - Approvazione dei criteri per l'erogazione di contributi finanziari ad imprese ed enti di formazione per l'erogazione o la partecipazione ad azioni formative ai sensi delle leggi provinciali n. 29/77 e n.40/92

SA.41658 - Criteri per la concessione di aiuti a favore del settore zootecnicoApprovazione dei criteri per l'erogazione di contributi finanziari ad imprese ed enti di formazione per l'erogazione o la partecipazione ad azioni formative ai sensi delle leggi provinciali n. 29/77 e n.40/92

SA.41723 - Adeguamento alle norme comunitarie dei criteri applicativi nell'ambito degli incentivi economici nel settore produttivo.

SA.41747 - Misure volte a favorire l'internazionalizzazione delle imprese.

SA.41823 - Criteri di applicazione dell'articolo 20/sexies, par.2, della Legge Provinciale n.4 del 13/2/1997 e successive modifiche sulla promozione di attività di consulenza e di altri servizi per l'utilizzo di finanziamenti diretti della Commissione europea (Programmi UE).

SA.42171 - Formazione professionale italiana: criteri per l'erogazione di contributi finanziari relativi a percorsi di formazione professionale di breve durata.

SA.42175 - Adeguamento dei criteri di applicazione ed oneri connessi agli incentivi per l'acquisizione di aree produttive alla normativa dell'Unione Europea.

SA.42271 - Concessione di aiuti per l'anno 2015 per l'esecuzione di corsi di formazione continua per i professionisti nell'ambito sanitario e per pubblicazioni che divulgano materiale d'interesse sanitario, a Provider ECM (Non ONLUS) accreditati nel sistema formativo della Provincia Autonoma di Bolzano

SA.42273 - Concessione di aiuti per l'anno 2015 per l'esecuzione di corsi di formazione continua per i professionisti nell'ambito sanitario e per pubblicazioni che divulgano materiale d'interesse sanitario, a Provider ECM (Non ONLUS) accreditati nel sistema formativo della Provincia Autonoma di Bolzano.

SA.42274 - Criteri applicativi per il fondo di rotazione nei settori artigianato, industria, commercio e servizi. Criteri applicativi per il fondo di rotazione e i contributi a fondo perduto per il settore turismo.

SA.42277 - Criteri per la concessione di agevolazioni a favore dell'imprenditoria femminile.

SA.42291 - Concessione di aiuti per l'anno 2015 per l'esecuzione di corsi di formazione continua per i professionisti nell'ambito sanitario e per pubblicazioni che divulgano materiale d'interesse sanitario, a Provider ECM (Non ONLUS) accreditati nel sistema formativo della Provincia Autonoma di Bolzano.

SA.42682 - Deliberazione della Giunta Provinciale del 5 maggio 2015, n. 511 (ricerca e innovazione - Legge provinciale del 13.12.2006, n.14. Approvazione dei criteri di attuazione).

SA.42781 - Criteri per la concessione di aiuti per il primo insediamento di giovani agricoltori e agricoltrici.

SA.42860 - Concessione di aiuti agli investimenti volti a promuovere la produzione di energia da fonti rinnovabili in serre ai sensi del regolamento (CE) n.651/2014.

SA.43323 - Criteri e modalità di concessione di finanziamenti per la promozione del servizio giovani nella provincia di Bolzano per il gruppo linguistico italiano.

SA.43432 - Approvazione dei criteri per la concessione di contributi per iniziative di sostegno dei prodotti agroalimentari di qualità - LP 22 dicembre 2005, n.12

SA.43574 - Le Misure forestali dello sviluppo rurale 2014-2020 (articoli 14, 24, 25, e 26) del Regolamento (UE) del Consiglio n.1305/2013.

Beihilfen an Unternehmen, die notifiziert worden sind (am 31/12/2015 aktualisiert)

Rahmenregelung der Europäischen Union für staatliche Beihilfen im Agrar- und Forstsektor und in ländlichen Gebieten 2014-2020 (2014/C 204/01; Punkt 128)

SA.41319 - Aiuti a sostegno del benessere e della salute animale.

SA.41320 - Criteri e modalità per la concessione di contributi a favore di consorzi di bonifica per la realizzazione di investimenti.

SA.41466 - Aiuti per il pagamento di premi assicurativi nel settore zootecnico.

SA.42166 - Criteri per la concessione di aiuti per compensare gli svantaggi logistici nella consegna di prodotti di qualità in zone di montagna.

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