News 2015
Wildbachverbauung revitalisiert Rienz in St. Lorenzen
Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat mit Arbeiten zur Revitalisierung der Rienz in der Örtlichkeit Heilig Kreuz in St. Lorenzen begonnen
ST. LORENZEN (LPA). Die Rienz ist im Abschnitt Heilig Kreuz vor St. Lorenzen in ein monotones, stark verbautes Bachbett gedrängt, das scharf von den umgebenden Flächen abgegrenzt ist. Die Flächen des öffentlichen Wassergutes am orographisch rechten Ufer der Rienz sollen nun genutzt und die Verbindung mit der Rienz wiederhergestellt werden. Durch eine Aufweitung und Strukturierung des Bachbettes werden naturnahe Feucht-Habitate für bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschaffen. "Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat am 25. Februar mit diesen Arbeiten zur Revitalisierung der Rienz in der Örtlichkeit Heilig Kreuz begonnen", erklärt Amtsdirektor Sandro Gius.
"Der Bautrupp mit Vorarbeiter Martin Riml arbeitet in einem rund 350 Meter langen Abschnitt des orographisch rechten Ufers der Rienz, um dem Fluss Raum zu geben und Überflutungsflächen zu schaffen, die bei Hochwasser Wasser aufnehmen können", berichtet Projektantin und Bauleiterin Sabrina Horak. Entlang des Ufers werden Nischen und Abschnitte mit verringerter Strömungsgeschwindigkeit angelegt, um Laichstätten und Fischkinderstuben zu ermöglichen. Dafür werden sowohl Totholz als auch Steine verwendet.
In den kommenden Wochen mit niedriger Wasserführung müssen einige Bäume gefällt und Sträucher gestutzt werden, um die gesamte Fläche um etwa eineinhalb Meter abzusenken. Die Arbeiten werden ausschließlich auf Grundstücken durchgeführt, die zum öffentlichen Wassergut gehören. Die Fläche umfasst etwa 6000 Quadratmeter. Wegen der Absenkung der Fläche muss der bestehende Auwald versetzt werden; neben Raum für die Artenvielfalt hat dieser Auwald auch positive Auswirkung auf die Uferstabilisierung und den Hochwasserrückhalt. Mit der Reaktivierung eines Seitenarms soll der Wasseraustausch im Überschwemmungsgebiet gefördert werden.
Das Projekt mit Kosten von 100.000 Euro wird mit Geldern des Wasserzinses finanziert. Die Arbeiten erfolgen in Abstimmung mit dem örtlichen Fischerverein und werden voraussichtlich nach Ostern abgeschlossen.
mac