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KI: Land Südtirol nimmt Bestandsaufnahme vor
Im Zuge der Erarbeitung der KI-Strategie wird in allen Ämtern das vorhandene Potential geprüft – Einsatz der neuen Technologie soll Produktivität steigern und Zugang zu Diensten verbessern
BOZEN (LPA). Auf welchem Stand sind wir in Sachen künstliche Intelligenz? Diese Frage lässt die Abteilung Informatik des Landes Südtirol derzeit Amt für Amt klären. Denn nur wer gut vorbereitet ist, kann die KI-Technologie letztendlich effizient einbinden und gewinnbringend nutzen. Bis Mitte des Jahres soll die KI-Strategie des Landes Südtirol und seiner Körperschaften vorliegen und die wichtigsten Nutzungsfelder aufzeigen.
Der Startschuss für die Entwicklung der KI-Strategie wurde Anfang Dezember im NOI-Techpark gegeben (LPA hat berichtet). "Die KI ist ein wichtiges Instrument und ein Hebel, um die Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern zu verbessern sowie die Produktivität der öffentlichen Verwaltung zu steigern", ist Josef T. Hofer, der Verantwortliche für den digitalen Wandel und Direktor der Abteilung Informatik, überzeugt. Er erwartet sich viel vom neuen Instrument, das Schritt für Schritt eingeführt werden soll. "Ganz wichtig ist dabei, dass wir alle Beteiligten mitnehmen und einbinden. Deshalb haben wir uns für diesen begleiteten Prozess entschieden", schildert Hofer.
"Viele Ämter und Abteilungen haben bereits vielversprechende Erfahrungen mit den verwaltungsintern seit Mitte 2024 im Einsatz stehenden KI-Assistenten gesammelt. Gemeinsam wollen wir diese Technologie nun strukturell im Verwaltungshandeln aller Organisationseinheiten verankern", betont Generaldirektor Alexander Steiner.
Konkret wird in den nächsten Wochen jedes Amt und jede Einheit eine Selbsteinschätzung vornehmen: Wie steht es um die technische Ausrüstung und um die Kenntnis der Angestellten in Sachen KI? Ist ein Compliance-Risiko vorhanden und, wenn ja, worin besteht es? "Daraus wird dann ersichtlich sein, von welchem Startpunkt wir ausgehen, wenn wir die KI-Strategie für das gesamte Land entwickeln", erklären Direktor Hofer und Projektleiterin Maria Giovanna Ienco unisono. Erste Ergebnisse sollen Ende Jänner vorliegen.
Nicht nur die Landesämter, sondern auch der Sanitätsbetrieb, der Gemeindenverband und die Inhouse-Gesellschaften werden in die Analyse mit einbezogen oder gehören jenem Cluster an, das einer tiefergehenden Analyse unterzogen wird. Aus den Nutzungswünschen, Erwartungen und Use Cases, die sich in den verschiedenen Verwaltungsbereichen ergeben, sollen dann bis zum Sommer die Gesamtvision und -strategie des Landes Südtirol herausgearbeitet werden. "Die einzelnen Ämter werden dann beim Erreichen der eigenen Ziele fortlaufend unterstützt", betont Hofer.
!Die Umsetzung der KI-Strategie wird tief in die technologische Infrastruktur eingreifen – als Inhouse-Gesellschaft begleiten wir diesen Prozess von Anfang an, um sicherzustellen, dass Technik, Daten und Organisation bestmöglich zusammenspielen", unterstreicht der Generaldirektor der Südtiroler Informatik AG SIAG, Stefan Gasslitter.
pir

