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Personalaufnahme beim Land (1/2): Landesregierung optimiert Verfahren

Landesregierung bespricht in einer Klausur Verbesserungsvorschläge für die Personalaufnahme in der Landesverwaltung - Ziel: Noch schneller, klarer und einfacher

BOZEN (LPA). Bei einer Klausursitzung hat die Landesregierung am 16. Jänner Verbesserungsvorschläge zur Aufnahme von Personal in der Landesverwaltung besprochen. Die Verfahren sollen noch schneller und effizienter werden und Bewerber wie Verwaltung entlasten, so der gemeinsame Tenor. Gleichzeitig gilt es, die hohen Qualitäts- und Rechtsstandards der öffentlichen Wettbewerbe zu sichern. Damit reagiert die Landesregierung auf steigende Anforderungen, einen dynamischen Arbeitsmarkt und den wachsenden Personalbedarf in vielen Bereichen.

"Wir wollen eine moderne öffentliche Verwaltung, die gute Dienste für die Menschen in Südtirol anbietet. Ein faires und effizientes Aufnahmeverfahren ist dafür entscheidend. Mit den besprochenen Maßnahmen erleichtern wir den Einstieg, ohne bei Qualität oder Rechtssicherheit Abstriche zu machen", ist Personallandesrätin Magdalena Amhof überzeugt. 

Aktuell sind rund 5,5¿Prozent der Verwaltungsstellen in der Landesverwaltung unbesetzt. Im Jahr 2024 wurden 434 Stellen ausgeschrieben und mehr als 1.600 Gesuche bearbeitet. 625 Bewerberinnen und Bewerber schafften es im Jahr 2024 in die Rangordnungen. „Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie groß der Bedarf ist, aber auch, wie anspruchsvoll die Abläufe sind. Pro Wettbewerb braucht es von den Vorprüfungen über die Ausschreibung, Bewerbung, den Wettbewerb bis hin zur Aufnahme 60 Arbeitsschritte“, erklärt Personalressortchef Günther Burger.

Mit einem Maßnahmenpaket will die Landesregierung die Wettbewerbsverfahren weiter vereinfachen und beschleunigen. Einige Maßnahmen wurden bereits gesetzt: Für alle Landesdirektoren wurde ein jährliches Wettbewerbsprogramm erstellt, Curricula überprüft und mündliche Prüfungen für befristete Aufnahmen abgeschafft.

Für Berufsprofile mit besonders hohem Bedarf wird nur noch eine mündliche Prüfung vorgesehen. Die Personalabteilung hat "Speed Datings" getestet, um Bewerberinnen und Bewerber zügig Fachbereichen zuzuordnen. Sie will dieses Verfahren noch verbessern

Jede Abteilung hat eine eigene Personalreferentin oder einen Personalreferenten namhaft gemacht. Für die Einschreibung zum Wettbewerb ist ein neues Online-Portal eingerichtet worden. Dieses erleichtert die Anmeldung für Bewerber und die Arbeit der Dienste. Eine nachgelagerte Überprüfung der Voraussetzungen für eine Anstellung hat die Abläufe verkürzt.

In den kommenden Monaten sollen digitale Prüfverfahren weiter ausgebaut werden. Zu den strukturellen Neuerungen gehört auch die geplante Einführung eines Verzeichnisses von Mitgliedern für die Prüfungskommissionen mit klar geregelter Vergütung, die auch gezielt geschult werden. Außerdem soll in den Fachabteilungen ausgebildetes Sekretariatspersonal für den Ablauf der Prüfungen eingesetzt werden. Für die Abwicklung der Verfahren werden zusätzliche Mitarbeiter in der Personalaufnahme eingeplant. Ein einheitliches Wettbewerbsmodell für gleiche Berufsbilder soll Kosten senken.

Bei Wettbewerben sollen auch zusätzlich finanzierte Stellen angeboten werden, um flexibler auf kurzfristige oder strukturelle Engpässe reagieren und Supplenzstellen schneller besetzen zu können.

Die Landesregierung ist sich einig, dass die Attraktivität des Landesdienstes ein zentraler Erfolgsfaktor für die kommenden Jahre ist – auch angesichts steigender Pensionierungen und des Wettbewerbs um Fachkräfte. "Wir müssen Botschafterinnen und Botschafter eines modernen Landesdienstes sein – in den Schulen, in der Öffentlichkeit, in den Abteilungen selbst", sagte Amhof. Die Beschlüsse sind laut Amhof ein wichtiger Schritt, um die Personalgewinnung zu beschleunigen, die Verfahren zu sichern und die Landesverwaltung zukunftsfähig zu machen.

san

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