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Pustertalbahn: Wiedereröffnung am 27. Jänner - Die Daten
Bahnabschnitt Bruneck–Franzensfeste ab 27. Jänner wieder offen - Land, RFI und Infrastrukturministerium haben 27 Kilometer Strecke und 13 Bahnhöfe verbessert – Rampe in Schabs ab 20. Jänner befahrbar
BRUNECK (LPA). Nach einer intensiven Phase von Modernisierungs- und außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten wird die Pustertalbahn wird am Dienstag, 27. Jänner 2026, wieder in Betrieb genommen. Bereits am 20. Jänner wird zudem die Rampe Sonneck in Schabs an der Pustertaler Staatsstraße (SS49) wieder befahrbar sein, die im vergangenen Sommer für die Arbeiten für den neuen Bahnhof Schabs gesperrt worden war.
Mehr Sicherheit, Effizienz und kürzere Fahrzeiten
Die umfangreichen Arbeiten an der Pustertalbahn wurden von der italienischen Bahninfrastrukturgesellschaft RFI gemeinsam mit dem Land Südtirol und dem Ministerium für Infrastrukturen und Verkehr in Rom koordiniert. Die Maßnahmen haben die Sicherheit, Effizienz und Zugänglichkeit der Strecke deutlich verbessert, die Fahrzeiten verkürzt und die Anbindung an das nationale Eisenbahnnetz optimiert, heißt es vom Mobilitätsressort des Landes. Mit der Wiedereröffnung werde die Bahn als zentrale Achse des öffentlichen Nahverkehrs gestärkt. Sie soll so nachhaltiges Pendeln und die regionale Vernetzung im Einklang mit den Zielen des Landesplans für nachhaltige Mobilität fördern. Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider betont dazu: "Die Bahn ist die wichtigste Alternative zum Auto. Mit den umfangreichen Arbeiten an der Pustertalbahn wurde vor allem die Zuverlässigkeit der Infrastruktur erhöht und zugleich die Nutzbarkeit für die Fahrgäste durch die zahlreichen Sanierungen der Bahnhöfe verbessert."
Umfangreiche Arbeiten an 27 Kilometern Bahnstrecke
RFI hat 27 Kilometer der Oberleitung zwischen Mühlbach und Bruneck erneuert und auf weiteren 20 Kilometern bis Innichen der Fahrdraht (Oberleitung) ausgetauscht, und zwar auf dem Abschnitt, der bereits im Juni 2025 wieder eröffnet worden war (LPA hat berichtet). Dabei wurden rund 500 neue Masten, Leitungen und Ausleger installiert. In Vintl wurde die Kreuzungsstelle wieder aktiviert und mit Bahnsteigen, Unterführung und Aufzügen ausgestattet, in Mühlbach das zweite Gleis erneuert. Zudem wurden Sicherungsarbeiten an den Hängen in Franzensfeste, Percha, Olang und weiteren Abschnitten gemacht, so wurden Hänge stabilisiert, Steinschlagschutznetze angebracht, wasserbauliche Maßnahmen getroffen, Brücken und Tunnels (wie der Ochsenbühel-Tunnel in Aicha) gewartet und Gleise und Dämme zur Verbesserung des Erscheinungsbildes gereinigt. Die Kosten für die Arbeiten an der Strecke, getragen von RFI, belaufen sich auf mehr als 10 Millionen Euro.
13 Bahnhöfe wurden verbessert
Dreizehn Bahnhöfe wurden saniert, und zwar die Bahnhöfe in Mühlbach, Vintl, Gais, St. Lorenzen, Bruneck, Bruneck Nord, Percha, Olang, Welsberg, Niederdorf, Toblach, Innichen und Vierschach. 1.200 Leuchtmittel in LED umgestellt. 3.500 Laufmeter Gehsteigkanten, 7.000 Quadratmeter Gehsteige (Oberflächen) und 6.000 Laufmeter taktile Wege für sehbehinderte Menschen wurden erneuert. Insgesamt 18 Aufzüge wurden installiert oder überholt (9 neu, 9 modernisiert). Weitere Maßnahmen betrafen Bahnsteige, Überdachungen, Videoüberwachung, Lautsprecherdurchsagen sowie die Aufwertung öffentlicher Räume und Parkplätze in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden. Die Kosten für die Arbeiten an den Bahnhöfen, getragen von RFI mit Beitrag des Landes, übersteigen 7,5 Millionen Euro.
Riggertalschleife als Schlüsselvorhaben für die Bahnmobilität
Die Bahnschleife im Riggertal mit 3,8 Kilometer Länge, mit einer 190 Meter langen Brücke und einem 800 Meter langem Tunnel, deren Bau noch im Gange ist, gilt als Schlüsselprojekt für die Bahnmobilität mit einem Gesamtvolumen von 251 Millionen Euro dar (davon 50 Millionen aus dem Fonds für Entwicklung und Kohäsion, 14 Millionen aus dem Wiederaufbauplan PNRR und staatlichen Mitteln).
gm/san

