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Arbeitsmarkt: Vermittlungschancen steigen durch Weiterbildung

2025 konnten von den Arbeitsvermittlungszentren (AVZ) 1.300 Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden -  2.334 Personen haben Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen

BOZEN (LPA). Die Maßnahmen der Arbeitsvermittlungszentren (AVZ) des Landes Südtirol zeigen Wirkung: Im Rahmen der individuellen Betreuung haben die Arbeitsvermittler und -vermittlerinnen  im Jahr 2025 mit 4.531 arbeitslosen Personen ein ausführliches Beratungsgespräch geführt. In diesen Gesprächen werden persönliche Vermittlungshindernisse systematisch erhoben und konkrete Maßnahmen für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vereinbart. Maßnahmen, die rund 1.355 Personen erfolgreich abgeschlossen haben, wie der Arbeitsmarktservice nun erhoben hat. 

Gezielte Bildungsmaßnahmen seien somit ein wirksames Instrument, um die Beschäftigungschancen nachhaltig zu verbessern: Sprachkurse, Bewerbungstrainings, der Ausbau digitaler Grundkenntnisse, fachspezifische Weiterbildungen sowie spezielle Praktika führen dazu, dass Menschen eine Beschäftigung aufnehmen können. "2.334 Arbeitslose haben 2025 eine oder mehrere dieser Maßnahmen begonnen. Ein Teil der Personen – rund 400 – konnte bereits vor Abschluss der Kurse vermittelt werden. Die vereinbarten Bildungsmaßnahmen haben 1.355 Personen abgeschlossen", berichtet Stefan Luther, der Direktor des Arbeitsmarktservice Südtirol. Von diesen seien etwa ein Viertel (23,5 Prozent) 45 Tage nach dem Ende der Weiterbildungsmaßnahme wiederum in einem Beschäftigungsverhältnis. "Dieses Ergebnis, das wir erstmals berechnen können, liegt im Bereich unserer Erwartungen. Durch Maßnahmen ist es 2025 gelungen, über 1.300 Arbeitslose, häufig mit größeren Vermittlungshindernissen, wieder am Arbeitsmarkt zu verankern", sagt Luther. Nun gelte es, die Maßnahmen noch passgenauer zu machen und den Ablauf bis hin zur Vermittlung zu beschleunigen. 

Anteil der nach Weiterbildungsmaßnahmen vermittelten Personen soll auf 50 Prozent steigen

Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof zieht eine positive Zwischenbilanz und formuliert ein klares Ziel für die kommenden Jahre: "Die Arbeitsvermittlung und die Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zeigen erste messbare Erfolge. Der eingeschlagene Weg ist richtig – nun gilt es, ihn konsequent weiterzugehen und die Arbeitsvermittlung strukturell und personell weiter zu stärken. Der Anteil der Menschen, die 45 Tage nach Abschluss der Maßnahmen in Beschäftigung kommen, soll bis 2030 auf 50 Prozent steigen. Dies ist ein ambitioniertes, aber notwendiges und auch mögliches Ziel."

2025 waren 45.675 Personen in Südtirol zumindest einen Tag lang als arbeitslos registriert. Auf das Gesamtjahr gerechnet ergibt sich daraus ein Jahresdurchschnitt von 15.600 registrierten Arbeitslosen sowie eine AMS-Registerarbeitslosenquote von 6,2 Prozent. 

red/pir

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