Kulturgüter in Südtirol

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Bauer fährt seine Frau auf den Markt

Bacan che mëina la fëna a marcià

Bewegliches Spielzeug aus Naturholz. Bauer mit Karren, auf dem eine Frau sitzt. Bewegt man den Karren, bewegen sich die Füße des Bauern.

Objektbezeichnung:
Spielzeug
Inventarnummer:
CH005
Hersteller:
Riffeser (Tieja)
Sammlung:
Giuani Senoner da Vastlé
Datierung:
1850
Material:
Zirbe, Eisen
Technik:
geschnitzt, gedrechselt
Institution:
Museum Gherdëina
Maße:
Spielzeug Höhe 13.5 cm, Länge 20.5 cm, Tiefe 7 cm
Historische-kritische Angaben:
„Grödens Spielzeug-Heimindustrie entwickelte sich ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ihre Bedeutung für das Tal selbst liegt auf der Hand, da hier im 19. Jahrhundert die Hälfte - später bis zu dreiviertel – der Bevölkerung Beschäftigung fand. Die bäuerliche Bevölkerung des ertragsarmen ladinischen Hochtales war auf einen Nebenerwerb angewiesen. In der Spielzeugschnitzerei fand zunächst nur die männliche Bevölkerung zur Winterzeit wenn die Arbeit auf dem Acker ruhte – später auch das ganze Jahr über – einen zusätzlichen Verdienst. Anfangs wurden von den Bauern in der Hauptsache einfache Tiere geschnitzt, später aber auch einfache gedrechselte Gliederpuppen oder komplizierte, bewegliche Spielsachen angefertigt.“ (vgl. Rita Stäblein „Zur Sammlung von Grödner Holzspielzeug“ in: L Museum de Gherdëina – Das Grödner Heimatmuseum: Überblick über Grödens Kunst-, Natur- und Vorgeschichte, Museum Gherdëina, 1985, S.168ff)

 

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