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Hochspannungsleitungen im Eisacktal: Positives UVP-Gutachten liegt vor

Nach längerer Wartezeit ist das positive Umweltverträglichkeitsgutachten des Umweltministeriums zur Reorganisation der Eisacktaler Hochspannungsleitung im Webportal veröffentlicht worden.

Die gesamtstaatliche Kommission zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) hat dem Projekt der "Reorganisation der Hochspannungsleitungen im Eisacktal" ein positives Gutachten ausgestellt. Gleichzeitig wurde diese Entscheidung aber mit weiteren Auflagen verbunden. Bereits seit längerem hat man in Südtirol auf diese Entscheidung gewartet, nun wurde das Gutachten auf den Internetseiten des Ministeriums veröffentlicht.  Umweltlandesrat Peter Brunner ist hocherfreut: "Damit ist ein weiterer, sehr wichtiger Schritt in Richtung endgültiger Genehmigung des Projektes gemacht worden. Es ist für mich auch ein Anlass, der betroffenen Bevölkerung im Eisacktal, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und den beiden Vorgängern in meinem neuen Amt für ihren Einsatz und ihre Beiträge zu danken. Ein Dank gilt zudem den Technikern von Terna für die stets konstruktive Zusammenarbeit bei der Gestaltung dieses Vorhabens."

Hochspannungsleitung erhöht Versorgungssicherheit im Eisacktal

Zur Erinnerung: Der Bau des Brennerbasistunnels (BBT) und dessen Zulaufstrecken sowie die Verbesserung der Versorgungssicherheit für Bevölkerung und Wirtschaft im nordöstlichen Landesteil macht die Umsetzung eines neuen Hochspannungssystems im Eisacktal erforderlich. "Diese Gelegenheit hat das Land von Beginn an genutzt, um bei der Projektausführung zum einen eine grundsätzliche Rationalisierung und Modernisierung der bestehenden Leitungen und zum anderen ein Mehr an Lebens- und Umweltqualität sowie einen partizipativen Planungsansatz zu verlangen", betont Landesrat Brunner. Dies sei 2018 mit der Unterzeichnung einer Konvention zwischen Terna, Rfi und Land gelungen. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, ist Brunner überzeugt. Zwar müssten 127 Kilometer überirdische Leitungen errichtet werden, aber gleichzeitig werden rund 263,3 Kilometer an oberirdischen Leitungen abgebaut. In jeder Gemeinde gebe es damit eine positive Bilanz zwischen vorher und nachher, und die neuen Linien werden weitgehend aus den Siedlungsbereichen entfernt. Im unteren Eisacktal werden die Leitungen von sechs auf vier reduziert, die Linie zwischen Mauls und Bozen wird gänzlich unterirdisch verlegt.

Über das nationale Verfahren konnten in Zusammenarbeit mit der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz noch verschiedene weitere Anregungen von Bürgern eingebracht und damit weitere Verbesserungen an der Trassenführung vorgenommen werden. Damit wurden die Trassen im Sinne der Bevölkerung nochmals optimiert.

Bevor das Projekt nun definitiv genehmigt wird, erfolgt noch die Überprüfung, ob die getroffenen Auflagen korrekt in die endgültige Projektierung eingearbeitet wurden. Hierzu kann das Land nochmals eine Stellungnahme abgeben. Fällt diese Stellungnahme positiv aus, stellt das Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit die Genehmigung zur Ausführung des Projektes aus, und der Bau kann beginnen. "Ich habe die Landesagentur bereits jetzt gebeten, auch diese Phase sehr eng zu begleiten und die Gemeinden weiterhin einzubinden", führt Landesrat Brunner aus.


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LPA/red/ck